Das ideale Produkt für jeden existiert schlichtweg nicht, da die geschmacklichen Vorlieben stark variieren. Am besten finden Sie Ihre favorisierte Geschmacksrichtung durch systematisches Ausprobieren heraus. Orientieren Sie sich dabei an alltäglichen Vorlieben wie Kaffee, fruchtigen Noten oder süßen Desserts. Lassen Sie sich bei Ihrer Entscheidung nicht übermäßig von Kundenbewertungen in Online-Shops beeinflussen. Geschmacksempfinden ist höchst subjektiv, weshalb fremde Rezensionen nur dann als Ausschlusskriterium dienen sollten, wenn sie gravierende qualitative Mängel beschreiben.
Gesetzliche Vorgaben und sichere Inhaltsstoffe
Innerhalb der Europäischen Union unterliegen Produkte zum Verdampfen strengen Regulierungen. Entscheidend ist hierbei die TPD2 (Tobacco Products Directive), eine europäische Tabakproduktrichtlinie, die exakt vorschreibt, welche Substanzen zulässig sind. So ist etwa der Aromastoff Diacetyl für Inhalationszwecke strikt verboten, da er gesundheitliche Schäden verursachen kann, auch wenn er in herkömmlichen Lebensmitteln unbedenklich ist. Auch bei dem Süßungsmittel Sucralose ist Vorsicht geboten. Wer sich dazu entscheidet, derartige Zusätze zu konsumieren, handelt auf eigene Verantwortung. Detaillierte wissenschaftliche Aufklärung hierzu bietet unter anderem der Toxikologe Dr. Bernd Mayer. Zudem sind Hersteller gesetzlich verpflichtet, Warnhinweise auf den Verpackungen anzubringen und alle Inhaltsstoffe transparent zu deklarieren.
Zusammensetzung und Qualitätsmerkmale
Die Basisflüssigkeit setzt sich im Regelfall aus nur wenigen Komponenten zusammen: Propylenglykol (PG) dient als Geschmacksträger, während pflanzliches Glycerin (VG) für die Dampfentwicklung verantwortlich ist. Hinzu kommen die jeweiligen Aromen und optional Nikotin sowie kühlende Zusätze wie Menthol oder Koolada. Weitere Bestandteile haben in einer hochwertigen Mischung nichts zu suchen. Ein wichtiger Indikator für Güte ist die Preisgestaltung. Extrem günstige Angebote – wie etwa ein hochkonzentriertes Longfill-Aroma (eine Flasche mit wenig Konzentrat, die mit Basisflüssigkeit aufgefüllt werden muss) für lediglich zwei Euro – deuten oft auf minderwertige Ware hin. Meiden Sie daher unseriöse Händler und dubiose Quellen in sozialen Netzwerken.
Hinweise zum Selbstmischen
Für Neueinsteiger empfiehlt es sich, zunächst den vollständigen Umstieg von der klassischen Tabakzigarette zu meistern, bevor die eigene Herstellung der Flüssigkeiten in Angriff genommen wird. Beim eigenständigen Anmischen ist höchste Vorsicht geboten, da reguläre Lebensmittelaromen absolut ungeeignet für E-Zigaretten sind. Diese enthalten häufig ölige Substanzen oder gefährliche Stoffe, die beim Inhalieren schwere gesundheitliche Folgen haben können. Nutzen Sie ausschließlich explizit zum Verdampfen freigegebene Konzentrate. Um das exakte Mischverhältnis von Basis, Aroma und Nikotin-Shots zu ermitteln, hilft ein Liquid Rechner dabei, die genauen Mengenanteile präzise zu bestimmen. Bewährte Rezepturen und wertvolle Ratschläge finden Sie zudem in spezialisierten DIY-Foren (Do-It-Yourself-Foren).
Einweg-E-Zigaretten und sinnvolle Alternativen
Sogenannte Disposables, also Einweg-Geräte, belasten die Umwelt stark und stellen auf Dauer eine kostenintensive Lösung dar. Wesentlich nachhaltiger und empfehlenswerter sind nachfüllbare Pod-Systeme (kompakte E-Zigaretten mit austauschbaren Kartuschen). Sollten Sie dennoch auf Einweg-Varianten zurückgreifen, ist zwingend auf EU-konforme Ware zu achten. Diese dürfen laut Gesetzgeber maximal ein Füllvolumen von zwei Millilitern aufweisen. Lassen Sie unbedingt die Finger von illegalen Importen, die mit utopischen Kapazitäten von 30.000 bis 50.000 Zügen werben. Bei diesen gefälschten Produkten ist die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe völlig unklar, was ein erhebliches Sicherheitsrisiko birgt.