Carports – nur eine Modeerscheinung oder ein deutlicher Mehrwert?

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Carports sind kostengünstiger als Garagen und können vielseitig genutzt werden. Dennoch ist bei der Errichtung einiges zu beachten.

Warum ist der Bau eines Carports eine Überlegung wert?

Grundsätzlich errichten Autobesitzer einen Carport, um eine günstige Unterstellungsmöglichkeit für ihr Fahrzeug zu haben. Manche Hausbesitzer nutzen Carports, um eine zusätzliche Dauerlagerfläche, einen Abstellraum oder einen Werkzeugraum zu haben. In Zeiten des Klimawandels wird das Dach des Carports durch Begrünung zur Verbesserung des Klimas darunter sowie zur Energiegewinnung durch eine Solaranlage genutzt. Für die Solaranlage eignen sich Walm-, Pult- und Satteldächer. Darüber hinaus erhöht ein Carport sowie mögliche Extras den Wert der Immobilie.

Welche Arten von Carports stehen zur Wahl?

Im Prinzip wird zwischen Einzel-, Doppel- oder Reihen-Carports unterschieden. Bei Mehrfamilienhäusern oder Wohnblöcken werden immer öfter Reihen-Carports errichtet. Bei Einfamilienhäusern überwiegen Einzel- und Doppel-Varianten. Carports mit Tor sind auch möglich und schützen das Fahrzeug noch besser. Bei der Auswahl des Carports kommt es natürlich auch darauf an,

  • wie viel Platz zur Verfügung steht,
  • was damit geplant ist,
  • wie viele Fahrzeuge es gibt und
  • wie die näheren Umstände gelagert sind (Genehmigungen, Einfamilienhaus, etc.).

Als Materialien eignen sich Holz und Metall. Moderne Carports bestehen aus einer Kombination aus beiden Materialien. Holz ist der älteste Naturbaustoff der Welt und sehr langlebig. Für den Carport wird im Wechseldruckverfahren dem Holz Feuchtigkeit entzogen und durch Holzschutzmittel ersetzt. Das Material wird dadurch noch widerstandsfähiger. Diese Variante zählt zu den kostengünstigsten überhaupt. Die zweitgünstigste Möglichkeit besteht aus Vollholz mit massiven Balken. Leimholz besteht aus getrockneten Holzabfällen, die in 30 bis 40 Zentimeter dicken Lamellen verleimt werden. Dadurch wird der Carport stabil und sieht edel aus (Zimmermannqualität). Carports können aus Stahl, Aluminium oder verzinkten anderen Metallen bestehen. Die teuerste, leichte Variante ist das Aluminiummodell.

GARAGE oder CARPORT? Das sind die Kosten und Vorteile | Hausbau Helden

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Möchten Sie den Carport selbst errichten oder bauen lassen?

Egal, für welche Variante Sie sich entscheiden, zunächst müssen alle Informationen bezüglich eventueller Genehmigungen und Bewilligungen eingeholt werden. Dafür ist es notwendig, sich im Klaren darüber zu sein, welches Modell gewünscht und vor Ort durchführbar ist. Für die einfacheren Varianten stehen alle Materialien in den Baumärkten samt Anleitung, Mietgeräten und, falls gewünscht, mit fachlicher Unterstützung, bereit. Diese sind meistens schon vorgefertigt. Gemauerte Varianten sollten lieber Fachleuten überlassen werden. Für die Auswahl eines Fachbetriebes sollten drei Angebote eingeholt werden.

Worauf muss bei der Errichtung eines Carports geachtet werden?

Mit den vorgefertigten Bausätzen lässt sich der Carport leicht und relativ schnell aufstellen. Allerdings muss die Tragkraft des Daches und die Stabilität der Pfosten berücksichtigt werden. Die Pfosten können auf einbetonierten Trägern montiert werden. Das macht die Konstruktion stabiler. Das Holz kann grundiert und geschützt werden. Zehn Prozent Dachgefälle sorgen für das Abgleiten von Schnee und Regen. Durch ein Carport darf niemand beeinträchtigt werden. Das schließt das Ein- und Ausparken, das Nutzen für andere Zwecke sowie den Bau selbst ein. Die Baugenehmigung ist dabei ein wesentlicher Punkt, der unbedingt vorab geklärt werden sollte.

Wie sieht die rechtliche Seite beim Bau eines Carports aus?

Bevor ein Carport aufgestellt wird, sollte beim örtlichen Bauamt geprüft werden, ob eine Baugenehmigung notwendig ist. Die Bestimmungen sind zum Teil von Bundesland zu Bundesland ziemlich unterschiedliche. Gemauerte Carports müssen fast immer genehmigt werden. Der Einfluss der Nachbarn sollte nicht unterschätzt werden. Deshalb ist es ratsam, deren Zustimmung vor dem Bau einzuholen. Die Grenze des Grundstückes darf natürlich nicht überschritten werden.

Tipp: Carports bis zu einer Höhe von 3 Metern und einer Grundfläche von 30 Quadratmetern sind genehmigungsfrei. In manchen Bundesländern sind auch größere von der Genehmigungspflicht befreit.

Wer errichtet Carports?

Gartenbau-Unternehmen, spezielle Fachbetriebe sowie Baumarkt-Center mit Fachkräften stellen Carports auf. Fachbetriebe können online gesucht werden.

Was kostet ein Carport?

Die Kosten für das Genehmigungsverfahren belaufen sich auf ca. 650 EUR. Die Kosten für einen Carport setzen sich aus den Materialien, der Größe, der Ausführung, der Nutzung und den Kosten für die Genehmigung, falls notwendig, zusammen. Für Holzvarianten muss zwischen 500 EUR und 7.500 EUR gerechnet werden. Doppel-Carports schlagen mit bis zu 9.000 EUR zu Buche. Aluminium-Carports verschlingen schon bis zu 1.200 EUR. Die doppelte Metallvariante kann bis zu 10.000 EUR ausmachen. Ein Carport mit Schuppen liegt zwischen 2500 Euro und 14.000 Euro – je nach Variante.

Fazit: Carports sind günstiger als Garagen. Es ist immer gut, zusätzlich etwas Platz zu haben und das Fahrzeug ist besser gegen die Witterungseinflüsse geschützt. Das ist besonders in Zeiten des Klimawandels wichtig.