Wühlmäuse im Garten: Was tun?

Auf der einen Seite sehen Wühlmäuse recht niedlich aus, können in deinem Garten aber erheblichen Schaden anrichten. Die kleinen Tierchen graben unterirdische Gänge und versuchen auf diese Weise an Nahrung zu kommen. Bekanntermaßen ist die Wühlmaus ein Nagetier und wird umgangssprachlich auch als Erdratte oder Wollmaus genannt. Sie werden um die 23 cm groß, wobei das Fell eine braun-graue bis rot-braune Farbe hat. Der Kopf ist überaus stumpf, die Ohren recht klein und zum Teil im Fell versteckt. Da Wühlmäuse keinen Winterschlaf haben, können Sie das ganze Jahr hindurch in deinem Garten leben. Erfahre hier, was du gegen diese Plagegeister unternehmen kannst.

Welche Pflanzen gegen Wühlmäuse?

Wühlmäuse nagen an Blumenzwiebeln oder sorgen für einen Totalschaden im Gemüsebeet. Interessant ist, dass es durchaus Pflanzen gibt, welche die Wühlmäuse nicht gerne riechen mögen. Die Tiere orientieren sich an Gerüchen und können somit Nahrung und Feinde wittern. Zu den Pflanzen, welche Wühlmäuse vertreiben können, gehört die Kaiserkrone. Die Zwiebelpflanzen sind giftig und die Knollen riechen leicht nach Knoblauch. Diesen Geruch schrecken Wühlmäuse ab. Dafür blühen diese Pflanzen mit roten, orangen und gelben Blüten. Sie sind eine Zierde in jedem Garten. Die Zwiebeln werden im Herbst gesteckt und die ersten Blüten kommen im Frühjahr.

Knoblauch gehört ebenfalls zu den unbeliebten Pflanzen bei Wühlmäusen. Du kannst daher im Garten auch Knoblauch selbst anpflanzen. Wird Knoblauch in unmittelbarer Nähe von anderen Pflanzen gepflanzt, werden diese hierdurch sogar geschützt. Eine Alternative stellt das Zierlauch dar, welches ebenfalls zur Familie der Alliumpflanzen gehört. Die Hundszunge ist ebenfalls wirksam gegen diese Nager. Sie blüht zwischen Mai bis Juli und besitzt dunktelviolette und danach braunrote Blüten. Die Hundszunge bevorzugt sandige Standorte. Nicht unerwähnt bleiben soll auch die Kreuzblättrige Wolfsmilch. Die grünen Früchte erinnern an Erbsen, jedoch sind sämtliche Pflanzenbestandteile giftig und daher nicht so gut geeignet für spielende Kinder im Garten.

Du kannst aber auch Tagetes pflanzen. Diese sogenannte Studentenblume sieht wunderschön aus und blüht den ganzen Sommer über. Die duftintensiven Blumen sind gut geeignet, um auch Wühlmäuse zu verteiben. Neben natürlichen Mitteln gegen Wühlmäuse haben sich auch die Supercat Wühlmausfalle und Maus Lebendfalle von The CheeseTrap bewert.

Gartentipps: Wühlmäuse loswerden | Marktcheck SWR
Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Welcher Geruch vertreibt Wühlmäuse?

Du kannst Wühlmäuse ebenso mit Omas alten Hausmitteln vertreiben. Wühlmäuse sind sehr geruchsempfindlich. Nutze hierzu am besten vergorene Buttermilch. Diese gießt du an die Wühlmaus-Eingänge. Die Nager suchen dann in aller Regel schnell das Weiter. Wie zuvor erwähnt, mögen Wühlmäuse den Geruch von Knoblauch nicht. Du kannst hier eine Zehe direkt vor den Eingang des Wühlmausganges stecken. Oder du pflanzt gleich selbst Knoblauch an.


Welche Maschenweite gegen Wühlmäuse?

Auf dem Markt werden unterschiedliche Wühlmausgitter angeboten. Hierbei solltest du auf 0,7 Millimeter dicken Draht setzen. Am besten verwendest du ein Sechseckgeflecht, es geht aber auch ein normales Rechteckgeflecht. Wichtig ist, dass die Maschen höchsten 13 Millimeter weit auseinanderstehen dürfen. Einige Experten empfehlen sogar eine Maschenweite von 10 mm. Grund hierfür ist, dass sich junge Wühlmäuse noch durch 13 mm hindurchzwängen können. Erfahrene Gärtner gehen noch einen Schritt weiter. Diese nutzen einen Maschendraht, der nur 6 mm groß ist. Zu beachten ist, dass ein Maschendrahtgeflecht mit sehr geringer Maschenweite natürlich teurer ist. Mit diesem Maschendraht werden kleine Pflanzkörbe geformt, welche die Blumenzwiebeln deiner schützenswerten Pflanzen umgeben.


Wann sind Wühlmäuse aktiv?

Die Wühlmäuse sind rund um die Uhr aktiv. Dabei wechseln sich die Aktivitätsphasen von drei Stunden mit vier Stunden Ruhephasen ab. Da die Wühlmaus keinen Winterschlaf hält, ist sie somit ganzjährig aktiv. Die Fortpflanzung der Tiere erfolgt zwischen März und Oktober. Anzumerken ist, dass in dieser Zeit die geschlechtsreifen Tiere bis zu 20 Junge gebären.