100 km/h-Zulassung für den Anhänger: Diese Voraussetzungen müssen erfüllt sein

Die Geschwindigkeit auf deutschen Straßen wird durch verschiedene Regelungen bestimmt, besonders interessant wird es, wenn es um das Ziehen von Anhängern geht. Viele Fahrzeugführer fragen sich, unter welchen Bedingungen sie mit ihrem Anhänger 100 km/h fahren dürfen. Die 100 km/h-Zulassung für Anhänger ist nicht nur eine Frage des Komforts, sondern auch der Effizienz und Sicherheit. In diesem Artikel gehen wir auf die grundlegenden Anforderungen und Regelungen rund um die 100er-Plakette für den Anhänger ein.

Welche Höchstgeschwindigkeit gilt für Anhänger ohne 100 km/h-Zulassung?

Standardmäßig ist die Höchstgeschwindigkeit für Anhänger in Deutschland auf 80 km/h begrenzt. Diese Begrenzung gilt unabhängig davon, ob das Zugfahrzeug schneller fahren kann, genauer gesagt darf. Die Regelung soll die Sicherheit im Straßenverkehr erhöhen, denn Anhänger neigen bei höheren Geschwindigkeiten zu Instabilität und können das Fahrverhalten des Gespanns negativ beeinflussen. Außerdem besteht bei höheren Geschwindigkeiten ein erhöhtes Risiko von platzenden Reifen, was zu gefährlichen Situationen führen kann. Ausnahmen von dieser Regel sind nur mit einer speziellen Zulassung möglich, die es erlaubt, unter bestimmten Voraussetzungen mit bis zu 100 km/h zu fahren.

Welche Voraussetzungen müssen für die 100 km/h-Zulassung erfüllt sein?

Um die begehrte 100 km/h-Zulassung für Anhänger zu erhalten, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein, die primär der Sicherheit dienen. Zunächst muss das Zugfahrzeug mit einem Anti-Blockier-System (ABS) ausgestattet sein. Dieses System verhindert das Blockieren der Räder bei einer Vollbremsung, was besonders bei höheren Geschwindigkeiten von Bedeutung ist. Weiterhin muss der Anhänger für eine Geschwindigkeit von 100 km/h ausgelegt sein. Dies beinhaltet spezielle Anforderungen an die Bauweise und die Ausrüstung. Die Reifen des Anhängers spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie müssen für Geschwindigkeiten von mindestens 120 km/h ausgelegt und mindestens mit dem Geschwindigkeitsindex L gekennzeichnet sein. Ebenso dürfen die Reifen nicht älter als sechs Jahre sein. Auf anhaengershop.de finden Sie geeignete Reifen in bester Qualität für Ihren Anhänger.

Eine klare und sichtbare Kennzeichnung des Anhängers mit der Tempo-100-Plakette ist ebenfalls erforderlich, um anzuzeigen, dass der Anhänger die speziellen Anforderungen für die höhere Geschwindigkeit erfüllt. Diese Plakette muss an der Rückseite des Anhängers angebracht werden und deutlich sichtbar sein.

Die zulässige Gesamtmasse sollte ebenfalls berücksichtigt werden

Neben den technischen Voraussetzungen ist die Einhaltung der zulässigen Gesamtmasse des Gespanns entscheidend für die Erteilung der 100 km/h-Zulassung. Die Gesamtmasse setzt sich zusammen aus dem Gewicht des Zugfahrzeugs und des Anhängers. Es ist wichtig, dass das Gesamtgewicht die vom Hersteller festgelegte maximale Zuglast nicht überschreitet. Zusätzlich muss das Verhältnis von Anhängermasse zur Leermasse des Zugfahrzeugs beachtet werden. Hierfür wird das Leergewicht des Zugfahrzeugs mit dem Faktor 0,3 multipliziert, wenn es sich um einen gebremsten oder ungebremsten Anhänger ohne Stoßdämpfer handelt. Ist der Anhänger mit einem hydraulischen Stoßdämpfer ausgestattet, wird das Leergewicht mit 1,1 multipliziert. Bei gebremsten Anhängern mit Antischlingerkupplung und Stoßdämpfer kommt hingegen der Faktor 1,2 zum Tragen.

Hintergrund hierbei ist, dass eine zu schwere Last das Fahrverhalten negativ beeinflussen und die Sicherheit des Gespanns bei höheren Geschwindigkeiten gefährden kann.

100 km/h Zulassung beim Anhänger. Was muss der Anhänger für die 100 km/h Zulassung erfüllen?

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Was kostet die Zulassung des Anhängers für Tempo 100?

Eine pauschale Antwort ist hier nicht möglich, denn wie so oft kommt es auf die jeweiligen Kriterien an. Erfüllen Fahrzeug und Anhänger bereits alle notwendigen Voraussetzungen, bedarf es lediglich der Meldegebühren sowie den Kosten für die 100er-Plakette, die in jedem Fall angebracht werden muss. Hierfür fallen in der Regel nicht mehr als 20 EUR an. Teurer wird es, wenn Sie zusätzlich einen Prüfbericht vorlegen und/oder Ihren Anhänger entsprechend nachrüsten müssen. Dann kommt es natürlich stark darauf an, welche Arbeiten am Hänger gemacht werden müssen, um eine grobe Einschätzung der Kosten vornehmen zu können. Lassen Sie sich am besten in einer Kfz-Werkstatt beraten.