Übungen, um die deutsche Aussprache zu verbessern

Auch wenn es für dich als Deutscher nicht so vorkommt, gehört die deutsche Sprache zu den schwierigsten. Viele Menschen haben arge Probleme mit der Aussprache. Dabei spielt es keine Rolle, ob du als Migrant aus einem anderen Land kommst und dich erst mit der deutschen Sprache auseinandersetzen musst oder ob du in einem Bundesland lebst, wo ein spezieller Dialekt vorherrscht.

In diesem Ratgeber findest du Lösungen, wie du die deutsche Aussprache online verbessern kannst.

Die drei Bereiche der deutschen Aussprache

Zu den drei Bereichen der deutschen Aussprache gehören…

  • die Vokale und Umlaute
  • die Konsonanten
  • die Prosodie

Zu den Vokalen und Umlauten

Zu den Vokalen gehören beispielsweise die Buchstaben A, E, I, O oder U. Die Vokale kannst du lang oder kurz aussprechen. Insbesondere beim E gibt es zahlreiche Varianten, wobei man bei der Aussprache den Buchstaben E zum Teil mit dem Ä verwechseln kann. Zu den Umlauten gehören beispielsweise Ä, Ö oder Ü. Beim Ö gibt es eine Lang- und eine Kurzversion.

Beispiele für Vokale: h(a)ben wird lang gesprochen, (A)pfel wird kurz gesprochen. S(ee) und (e)wig wird lang gesprochen. L(i)ebe wird ebenfalls lang gesprochen, während (i)ch kurz gesprochen wird. Bür(o) wird langgesprochen, während k(o)nnte kurz gesprochen wird.
Beispiele für Umlauge: (ä)hnlich wird langgesprochen und (ä)ndern wird kurz gesprochen. M(ö)gen wird lang gesprochen, m(ö)chte wird kurz gesprochen. (ü)ber wird lang gesprochen, h(ü)bsch wird kurz gesprochen.

Zu den Konsonanten

Hierzu gehören alle Laute, die keine Vokale und Umlaute sind. Hierzu gehören beispielsweise die Buchstaben L, R, M, N, SCH, S, T, D, K etc.

Beispiele für Konsonanten: (M)utter, (B)ank, (p)assen, (V)ase, (W)and oder (F)reude. Darüber hinaus gehören hierzu auch: (L)esen, (N)ase, (d)en oder (T)ante.

Zur Prosodie

Die Prosodie besteht aus…

  • der Wortmelodie,
  • die Satzmelodie,
  • dem Wortakzent,
  • dem Rhythmus,
  • dem Tempo und
  • den Pausen

Beispiele sind hierfür recht schwer schriftlich darzustellen. Beispielsweise liegt beim Satz „Gehst du gerne in die Arbeit?“ die Betonung auf „gerne“ und „Arbeit“. Bei dem Antwortsatz „Ja, ich gehe gerne in die Arbeit.“ liegt die Betonung auf „gehe“ „gerne“ und in beendender Form auf „Arbeit“. Du musst dir das so vorstellen, dass die Betonung in längeren Sätzen positiv nach oben gerichtet ist und am Ende wieder abflacht. Besonders das Wort „nicht“ führt zu einer solchen Abwertung.

Die Artikulation

Bei der Artikulation handelt es sich um eine unterstützende Methode, mit der die gesprochene Sprache beim Empfänger noch deutlicher ankommt. Vielleicht hast du schon einmal gehört, dass jemand mit Händen und Füßen spricht. Natürlich kann man auch die Hände und Finger durch verschiedene Gesten dazu benutzen, damit dich dein Gegenüber besser versteht.

Es sind aber nicht nur die Finger. Du kannst auch deine Lippen entsprechend formen oder die Zunge verwenden. Gesichtsgestiken sind weithin beliebt und können Interessen, Ärger, Wut, Desinteresse und vieles mehr wiederspiegeln. Zum Teil kannst du auch den Mund mehr oder weniger weit öffnen, was bei Pädagogen unter Kieferöffnung verstanden wird.

Beispiele für Lippenübungen: Versuche einmal mit den Lippen eine liegende Acht bzw. das Unendlichzeichen nachzuahmen. Eine weitere Übung stellt das Fingerküssen dar. Wer es sportlich mag und seine Lippen noch mehr trainieren möchte, der kann über die Oberlippe einen Stift unter die Nase einklemmen.

Die Zunge kannst du ebenfalls durch Herausrollen und wieder Einrollen trainieren. Letztlich kannst du deinen Kiefer trainieren, indem du virtuell in einen Apfel beißt. All diese Übungen haben zwar nicht direkt etwas mit der Aussprache zu tun, jedoch handelt es sich dabei um sportliche Übungen, die dein Sprechwerkzeug in Schwung bringen.

So sprichst du INTELLIGENTER auf Deutsch (B1 | B2 | C1 | C2| Wortschatz erweitern| Deutsch im Beruf)

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Fazit:

Mit den vorgenannten Übungen kannst du deine Aussprache in der deutschen Sprache wesentlich verändern. Du solltest nicht nur über die unterschiedlichen Vokale, Umlaute und Konsonanten Bescheid wissen, sondern dich auch für die Wortmelodie interessieren. Dann fällt die alltägliche Verständigung wesentlich einfacher. Nützlich sind auch die Artikulationsübungen, mit denen du die gesprochenen Worte nochmals unterstreichst. Wenn Du tiefer eintauschen willst, dann informiere dich über ein Sprachcoaching.