Bittertropfen Wirkung & Erfahrung: Richtige Einnahme

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Bittertropfen gehören zu den traditionellen Hausmitteln, die ursprünglich gegen Verdauungsbeschwerden und Völlegefühl eingenommen wurden. Dabei handelt es sich im Grunde um alkoholische Extrakte, die mit reichlich Kräutern und Gewürzen angereichert sind. Zu den bekanntesten Bittertropfen gehört der Schwedenbitter, der zum Teil auch als Arzneimittel verwendet wird. Erfahre hier, wofür Bittertropfen bzw. die darin enthaltenen Bitterstoffe geeignet sind und wie du dieses Hausmittel anwendest.

Für was sind Bitterstoffe gut?

Bitterstoffe kannst du unter anderem in der Apotheke erhalten. Es gibt jedoch eine Vielzahl unterschiedlicher Präparate mit verschiedenen Wirkstoffen. Wie zuvor erwähnt, handelt es sich um ein Extrakt aus hochprozentigem Alkohol, welcher mit bitteren Pflanzenbestandteilen versetzt ist. Die Anwendung erfolgt in aller Regel verdünnt, wobei das Verhältnis von Präparat zu Präparat schwanken kann. Du kannst aber auch wenige Tropfen unverdünnt zu dir nehmen. Generell haben Bitterstoffe einen bitteren Geschmack und werden daher nicht unbedingt als lecker empfunden.

Experten haben herausgefunden, dass Bittertropfen zur Bildung von Magensaft führen. Damit lässt sich der Appetit anregen und gleichzeitig die Verdauung fördern. Insbesondere bei Appetitlosigkeit werden Bittertropfen empfohlen. Der Stoffwechsel wird ebenfalls angeregt. Von daher nutzen viele Bittertropfen zur Unterstützung einer Diät. Der bittere Geschmack kann einen Verzicht auf Süßigkeiten hervorrufen. Für eine optimale Stoffwechselanregung kannst du zum Beispiel Bittertropfen und basische Lebensmittel einnehmen, um den Säure-Basen-Haushalt deines Körpers zu regulieren und einer Übersäuerung des Magens vorzubeugen. Für den gesunden Start in den Tag wird auch eine Kombination mit Ascorbinsäure empfohlen. Diese sind beispielsweise in Vitamin C Kapseln enthalten. Mit Vitamin C schützt du die Zellen in deinem Körper und hältst sie gesund.

Bitterstoffe werden aber nicht nur innerlich angewandt. Das bekannteste Beispiel stellt der Schwedenbitter dar. Wegen des hohen Alkoholgehaltes hat Schwedenbitter eine entzündungshemmende Wirkung und wird daher auch äußerlich auf Wunden, Körperunreinheiten und vielem mehr aufgetragen. Selbst bei schwerwiegenden Krankheiten wird dem Schwedenbitter eine heilende Wirkung zugesprochen.

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Wie nimmt man Bittertropfen ein?

Wenn du unter Appetitlosigkeit leidest, kannst du Bittertropfen über den ganzen Tag verteilt einnehmen. Dabei solltest du die Tropfen mit etwas Wasser verdünnen, sodass die Konzentration nicht allzu hoch ist. Möchtest du dagegen dem Völlegefühl einer schweren Mahlzeit vorbeugen, dann solltest du eine halbe Stunde vor dem Essen und eine halbe Stunde nach dem Essen einige Tropfen Bitterstoffe zu dir nehmen. Nicht immer musst du die Bittertropfen vorher verdünnen. Meist reicht es auch aus, wenn du dir einige Tropfen auf die Zunge träufelst.


Welche Bitterstoffe gegen Heißhunger?

Bitterstoffe können den Appetit regulieren. Abhängig von der Art der Bittertropfen wird im Magen-Darm-Trakt das Hormon Cholecystokinin freigesetzt. Dieses Hormon hemmt den Appetit. Interessant ist, dass es diese Reaktion schon seit Menschengedenken gibt. Die ersten Menschen wussten schon, dass die meisten giftigen Pflanzen bitter schmecken. Dies hat sich das Gehirn gemerkt und signalisiert dies mit dem Aufhören des Essens. Wie ich zuvor jedoch schon erwähnt habe, können einige Bittertropfen aber auch das Gegenteil bewirken und den Appetit anregen. Gegen Heißhunger helfen zum Beispiel folgende Kräuterbitter:

  • Myrte
  • Kalmus
  • Mariendistel
  • Wermut
  • Engelwurz
  • Kardamom
  • Löwenzahlwurzeln
  • Gewürznelken
  • Schafgarbe
  • Lavendel
  • Galant
  • Ingwer
  • Koriander

Auch hier kann zum Beispiel Schwedenbitter sehr gut bei Heißhungerattacken wirken. Durch diese Bitterstoffe wird die Lust auf Süßes unterdrückt. Dabei kannst du diese Stoffe vor jeder angedachten Mahlzeit einnehmen und somit den Appetit darauf hemmen.